Rassenwahn bei Ungarns Ultrarechten – Antisemitismus im Parlament

Jobbik

Jobbik (Photo credit: Wikipedia)

Menschen jüdischer Abstammung seien ein „Sicherheitsrisiko“ und…

… sollten in Ungarn landesweit registriert werden: Mit diesem Vorstoß vor dem Parlament löste der rechtsextreme Jobbik-Politiker Márton Gyöngyösi einen Sturm der Entrüstung aus – die Regierung distanziert sich nur zögerlich.

Budapest – Gespräche mit dem rechtsextremen ungarischen Politiker Márton Gyöngyösi „arten“ regelmäßig in einen ermüdenden Relativierungsmarathon nach dem „Aber-Muster“ aus:

Er sei kein Antisemit, aber die Juden…; er sei nicht romafeindlich, aber die Zigeuner…; er sei kein Extremist und Befürworter von Diktaturen, aber die liberale Demokratie sei doch… gescheitert.

Holocaustopfer zeigt seine Personalausweisnummer der Bundesrepublik Deutschland GmbH

Holocaustopfer zeigt seine Personalausweisnummer der Bundesrepublik Deutschland GmbH

Der 35jährige Ökonom und Ex-Steuerberater Márton Gyöngyösi ist nicht irgendein verrückter Rechtsextremist, sondern stellvertretender Fraktionschef der rechtsextremen Jobbik-Partei, die 2010 bei den Wahlen 17 Prozent erhielt. Gyöngyösis Eltern arbeiteten an ungarischen Handelsvertretungen im Ausland, er wuchs in Ägypten, Afghanistan, Indien und im Irak auf, deshalb machte ihn JOBBIK zu ihrem außenpolitischen Sprecher. Weiterlesen

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Was ist Fidesz? – Ungarischer Bürgerbund!

English: Ambassador Foley (left) with the Isra...

English: Ambassador Foley (left) with the Israeli Ambassador Aliza Bin-Noun and FIDESZ leader Viktor Orbán (Photo credit: Wikipedia)

Fidesz – Ungarischer Bürgerbund, kurz Fidesz oder Fidesz-MPSZ  (ungarisch Fidesz – Magyar Polgári Szövetség) ist eine politische Partei Ungarns mit nationalkonservativer Ausrichtung. Sie war ursprünglich als liberale Protestorganisation junger Intellektueller gegründet worden und hat sich später zur wichtigsten bürgerlichen Partei des Landes entwickelt. Die Partei ist Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP). Parteivorsitzender ist Viktor Orbán.

Unter dem Namen „Bund Junger Demokraten“ (ungarisch Fiatal Demokraták Szövetsége, daraus das Akronym Fidesz) wurde die Partei am 30. März 1988 von 37 jungen Intellektuellen in Budapest im Studentenheim Bibó István gegründet.

Der Vorstand bestand am Anfang aus sechs Personen.

Von 1988 bis zu den ersten freien Wahlen nach der Wende konnte man die Partei als radikale Partei der jungen Leute definieren. Sie nahmen aktiv an Demonstrationen teil.

Die Fiatal Demokraták Szövetsége (Akronym Fidesz) wurden nach der feierlichen Umbettung von Imre Nagy durch eine Rede von Viktor Orbán im ganzen Land bekannt, die schließlich auch zum Fall des kommunistischen Regimes beitrug.

Die Partei spielte eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen am Runden Tisch vor der Wende, wo sie damals von Viktor Orbán, László Kövér und Gábor Fodor vertreten wurde.

Ab 1990 setzte die Partei ihre politische Tätigkeit im Parlament fort. 1992 wurde Fidesz in die Liberale Internationale aufgenommen (deren Mitglied die Partei bis 2000 blieb).

Im Jahre 1993 verließ eine Gruppe (unter ihnen Gábor Fodor) die Partei und trat der liberalen Partei SZDSZ bei.

Fidesz benannte sich 1996 in Fidesz – Magyar Polgári Párt, Fidesz-MPP (Fidesz – Ungarische Bürgerliche Partei) und nahm Positionen der konservativ-wirtschaftsliberalen Partei Ungarisches Demokratisches Forum (Magyar Demokrata Fórum, MDF) auf, die in dieser Zeit an Stimmen verlor. Weiterlesen

Abgeordneter fordert Judenliste

Extremismus in Ungarn Abgeordneter fordert „Judenliste“

Ein rechtsextremer Abgeordneter will die Juden in Regierung und Parlament „erfassen“. Bei den Demokraten in Ungarn schrillen die Alarmglocken.

Der rechtsextreme Abgeordnete Marton Gyöngyösi der Partei Jobbik will alle Juden, die Teil der Regierung oder des Parlaments sind, auf eine Liste setzen

Marton Gyöngyös von der Jobbik-Partei in Ungarn

Marton Gyöngyös von der Jobbik-Partei in Ungarn

Von der rechts-radikalen Partei Jobbik (Die Besseren) ist man in Ungarn schon einiges gewohnt.

Als sie 2010 erstmals ins Parlament einzog, galt sie wegen ihrer antisemitischen Rhetorik und ihrer Haßtiraden gegen die Roma – fast zehn Prozent der ungarischen Bevölkerung – bereits als berüchtigt.

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