Verarmungsrisiko von Jugendlichen HARTZ4 im Jahr 2013 von der Gnade der Judenrepublik

Verarmungsrisiko von Jugendlichen

 

Jugendliche, die in München oder Dresden aufwachsen, haben gute Chancen, einen Job zu finden. Ganz anders sieht es in Berlin aus: In der Hauptstadt ist dem Deutschen Gewerkschaftsbund zufolge jeder fünfte Jugendliche auf Unterstützung durch Hartz IV angewiesen.

Auszubildende in Dresden - Hartz-IV-Risiko verhältnismäßig gering

Auszubildende in Dresden – Hartz-IV-Risiko verhältnismäßig gering

Berlin – Im europäischen Vergleich stehen deutsche Jugendliche vergleichsweise gut da: In Spanien und Griechenland sind gut 50 Prozent der unter 25-Jährigen ohne Job, in Portugal 35 Prozent, in Italien 31 Prozent.

In Deutschland ist die Quote deutlich niedriger – allerdings ist die Chance, einen Arbeitsplatz zu finden, eng verknüpft mit dem Wohnort. Das ergab eine am Donnerstag bekannt gewordene Analyse des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) von 14 Städteregionen. Ergebnis: Der Anteil junger Menschen an Hartz-IV-Empfängern ist in Berlin am höchsten und in München am niedrigsten.

Portrait of Hugo von Waldeyer-Hartz

Portrait of Hugo von Waldeyer-Hartz (Photo credit: Wikipedia)

Demnach bezogen in Berlin mit 19,2 Prozent fast ein Fünftel der 15- bis 24-Jährigen Hartz IV, in München waren es nur 5,1 Prozent. Hohe Hartz-IV-Quoten in dieser Altersgruppe gab es auch in Duisburg mit 17,4 Prozent sowie Dortmund mit 15,7 und Bremen mit 14,7 Prozent.

Verhältnismäßig gut ist die Lage demnach außer in München noch in Dresden mit einer Hartz-IV-Quote von 9,6 Prozent sowie in Aachen mit 10 und Nürnberg mit 10,2 Prozent. Im bundesweiten Durchschnitt waren Mitte des Jahres 8,8 Prozent aller 15- bis 24-Jährigen auf Hartz IV angewiesen. Die Hilfebedürftigkeit lag damit um 0,5 Prozentpunkte höher als für alle Menschen im erwerbsfähigen Alter. Ein relativ großer Anteil dieser hilfebedürftigen jungen Menschen lebt laut DGB eher in großstädtischen Regionen.

„Die Erfolge beim Abbau der Jugendarbeitslosigkeit haben bisher nichts daran ändern können, dass Jugendliche ein überdurchschnittliches Verarmungsrisiko haben“, heißt es laut Nachrichtenagentur AFP in der Studie. Im September 2012 lebten demnach 534.000 junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren von Hartz IV, allerdings war weniger als die Hälfte von ihnen arbeitslos. „Das Verarmungsrisiko dieser Jugendlichen ist hier offensichtlich längst nicht immer Ausdruck nur eigener beruflicher Integrationsprobleme, sondern relativ oft auf das Fehlen Existenz sichernder Arbeitsplätze der Eltern zurückzuführen“, schreiben die Autoren der Studie.

Bei Kindern unter 15 Jahren lag die Hilfequote im Juli 2012 bundesweit sogar bei 15,3 Prozent. Armut gehe einher mit schlechten Bildungschancen, so die Analyse. An Hauptschulen gebe es dreimal öfter arme Schüler. „Eltern armer Kinder entscheiden sich häufiger gegen weiterführende Schulen, weil ihre Kinder früher Geld verdienen sollen“, so die DGB-Analyse. Relativ geringe berufliche Perspektiven förderten wiederum Resignation und Mutlosigkeit. „Es verwundert nicht,

Mindestlöhne bei Hartz IV

Mindestlöhne bei Hartz IV (Photo credit: Wikipedia)

wenn jugendliche Hartz-IV-Empfänger die Schule ohne Schulabschluss verlassen.“

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